MD-K2 / MD-K3 Ethische und psychologische Fragestellungen im Alter und am Lebensende
Im Arbeitsalltag sehen sich Pflegende, Therapeut*innen und Ärzt*innen immer wieder mit schwierigen ethischen Fragestellungen konfrontiert, sei es bei Fragen im Umgang mit Sterben und Tod, sei es bei Maßnahmen wie Fixierung oder der Anlage einer PEG-Sonde.
Mit jeder Veränderung des Gesundheitszustands, aber auch mit jeder Etappe der medizinischen Behandlung, ergeben sich Situationen, die die Betroffenen vor große Herausforderungen stellen. Schwer erkrankte Patient*innen müssen sich neu orientieren und Möglichkeiten finden, mit den veränderten Bedingungen zurechtzukommen. Dieser Vorgang wird unter dem Begriff Krankheitsverarbeitung ("Coping") zusammengefasst. Was hilft Betroffenen und deren Angehörigen, mit ihrer Erkrankung umzugehen?
Das Seminar wird sich mit ethischen Grundbegriffen und unterschiedlichen ethischen Begründungsansätzen sowie häufig auftretenden Fallkonstellationen beschäftigen. Im Zentrum der Diskussion stehen dabei Begriffe wie Würde und Verantwortung, Respekt und Fürsorge, Selbstbestimmung und Wohl des/der geriatrischen Patient*in sowie Fragen der Gerechtigkeit.
Lernergebnisse und Kompetenzen:
Die Teilnehmenden
- gestalten professionelle Beziehungen mit alten Menschen und ihren Bezugspersonen unter Berücksichtigung von Alters-, Krankheits- und Bewältigungsprozessen,
- integrieren Bewältigungsreaktionen in die Gestaltung des aktivierend-therapeutischen Pflegeprozesses,
- unterstützen alte Menschen bei der Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung über das eigene Leben,
- setzen sich für die Verwirklichung von Menschen-/Grundrechten, professionsbezogenen Ethikkodizes sowie für die Berücksichtigung individueller Bedürfnisse von zu pflegenden und alten Menschen ein,
- tragen in ethischen Dilemmasituationen mit alten Menschen und ihren Bezugspersonen zusammen mit anderen Berufsgruppen zur gemeinsame Entscheidungsfindung bei,
- entwickeln vor dem Hintergrund berufsethischer und persönlicher Überzeugungen ein eigenes Pflegeverständnis sowie ein berufliches Selbstverständnis.
Methoden:
- Impulsvortrag
- Fallbesprechung / Supervision
Zielgruppe: Pflegende, Ergotherapeut*innen, Physiotherapeut*innen, Sprachtherapeut*innen, Absolvent*innen der Weiterbildung ZERCUR GERIATRIE® Pflege/Therapie
RbP Punkte: 10
FWB Punkte: 16
Ansprechpartnerin: John, Marlene
Tel.: 030 4594-1830
Weitere Kursempfehlungen:
| Kursnummer | 27-E040 |
| Beginn | Di., 31.08.2027, um 09:00 Uhr |
| Ende | Mi., 01.09.2027, um 16:00 Uhr |
| Dauer | 2 Termine |
| Dozent*innen |
apl. Prof. Dr. Stefan Büttner-von Stülpnagel
Dr. Matthias Bechem |
| Gebühr | Kursgebühr JSD-Mitarbeitende: für Mitarbeitende der Johannesstift Diakonie ohne Seminargebühren Kursgebühr: 310,00 € inkl. Pausengetränke |
Kurstermine 2
| Nummer | Datum | Ort |
|---|---|---|
| 1 | Dienstag • 31.08.2027 • 09:00 - 16:00 Uhr | Berlin, EGZB,Großer Konferenzraum, 1. Obergeschoss |
| 2 | Mittwoch • 01.09.2027 • 09:00 - 16:00 Uhr | Berlin, EGZB,Großer Konferenzraum, 1. Obergeschoss |
Kursorte
Berlin, EGZB,Großer Konferenzraum, 1. Obergeschoss
Reinickendorfer Straße 61 I Haus 8
13347 Berlin